Archiv

Du befindest Dich im Archiv für Januar 2009

Ein bißchen weniger ist mehr



Wir haben heute am Arbeitsplatz 1 einen kleinen Schritt zurück gemacht. Von den jetzt ursprünglich gedachten 30 Wochenstunden sind wir auf 25 Stunden zurück gegangen. Da ist weniger = mehr. Es nimmt mir eine Menge Druck von den Schultern und eine tägliche Arbeitszeit von 08.30 Uhr bis 13.30 Uhr ist hübsch :)

Der Verdienst ist in Ordnung und die Steigerung des Nettogehaltes ist soooo gravierend auch nicht. Immerhin aber eine spürbare Erhöhung auf gegenseitiger Basis. Mal schauen, wo wir in den nächsten Monaten stehen.

Geschrieben am 22.01.2009 um 18.36 Uhr von CeKa
in Arbeitslos



Na, ich bin ja mal gespannt ...



... wie sich die erste Vollzeit-Woche anlässt.

Heute ist Arbeitsbeginn um 08.30 Uhr und der letzte Feierabend um 20.30 Uhr. Der Montag ist immer doof. Und Dienstag ist dann gegen 19:00 Uhr Schluß. Mittwoch und Donnerstag ende ich dann gegen 16.00 Uhr und am Freitag wieder um 20.30 Uhr.

Mal schauen, wie ich das alles so wuppe. Noch vor einem halben Jahr war überhaupt nicht daran zu denken, daß ich jemals diese Sätze schreiben würde. So schnell kann es gehen. Und ebenso schnell könnte es wieder anders sein. Diese Angst bleibt.

Geschrieben am 19.01.2009 um 06.36 Uhr von CeKa
in Arbeitslos



Neu und endlich in vernünftiger Form



Meine jetzt bereits über ein Jahr alte Aktion "PCs für Arme" hat endlich ein öffentliches Gesicht bekommen.

Im Laufe der kommenden Woche verlässt wieder ein PC aus gespendeten Einzelteilen und hinzu gekauften Neuteilen das Haus. Er geht an eine Familie, deren Einkommen nicht ausreichend ist. Empfohlen wurde sie mir aus dem Kollegenkreis der Mutter.

Das habe ich zum Anlaß genommen, einen eigenen Blog dafür einzurichten, wo die Regeln und alle bisherigen Fragen zu dieser Aktion aufgeführt werden.

Die Aktion "PCs für Arme" ist nun in der Navigationsleiste des Headers zu finden und rechts in der Blogroll(e). Ich bitte um Beachtung und ggf. Nutzung der Angebote zum Spenden und Empfehlen.

Geschrieben am 18.01.2009 um 10.14 Uhr von CeKa
in Arbeitslos



Gegen eine Erhöhung der HartzIV-Sätze ...



... spricht sich der Städte- und Gemeindebund aus.

Gegenüber der Leipziger Volkszeitung erklärte der Hauptgeschäftführer des DStGb Gerhard Landsberg “Eine Erhöhung des ALG II von 351 Euro auf 420 Euro würde die Zahl der Leistungsempfänger um rund zwei Millionen erhöhen, da mehr Geringverdiener Anspruch auf finanzielle Unterstützung hätten.”

Prima, Herr Landsberg! Damit haben die Chefs der deutschen Städte und Gemeinden mal deutlich gemacht, was sie von ihren Bürgern halten, die sie wählen und ihnen das Mittagessen finanzieren, indem das wenige Geld ausgeben (müssen), das sie bekommen. Eigentor!

Hier macht sich weider einmal die Arroganz breit, mit der über arbeitslose Menschen gedacht und gehandelt wird. Die gewählten Chefs der Städte und Gemeinden vergessen nur leider, wer sie wählt. Und zwar mit entsprechender Wut im Bauch hoffentlich nicht!

Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, daß Postbedienste und junge Polizeibeamte in den unteren Besoldungsgruppen schon vor Jahren einen Anspruch auf ergänzende Sozialhilfe hatten, wenn sie eine Familie gegründet hatten. Da hat das Gehalt nicht gereicht, um mehr als ein Sozialhilfeempfänger zu bekommen. Damals wurde jeder junge Bedienstete höher gruppiert, wenn er dies seinem Dienstherrn meldete. Heute verdienen anscheinend wenigstens die Mitarbeiter im eigenen Hause genug, um den Mund halten zu können.

Es wird gnadenlos vergessen, daß im Öffentlichen Dienst nach wie vor alle zwei Jahre das Gehalt automatisch erhöht wird. Es wir ebenfalls vergessen, daß eine fette Gewerkschaft dafür sorgt, daß Bedienstete regelmäßig Lohnerhöhungen bekommen. Um den Preiserhöhungen entgegen zu wirken. Dagegen wurden die Regelsätze für das Arbeitslosengeld II und die Grundsicherung seit ihrem Beginn um schlappe 5 Euro erhöht. Für alle arbeitenden und nicht arbeitenden Armen wird das Leben Tag für Tag unbezahlbarer. Und da erzählt solch ein Mensch mit einem Monatsgehalt, das größer ist, als die Jahresunterstützung einer arbeitslosen Familie, es wäre eine "voreilige Korrektur".

So langsam glaube ich, daß ein Ende dieser Arroganz (im Zeichen der Wirtschaftskrise) nur noch durch einen Rundumschlag erzielt werden kann. Einheitslohn für alle, vom Arbeiter bis zum Politiker! Wir legen den Lohn auf das statistische Mittel der momentanen Einkommen fest und es gibt keine Zulagen oder Erstattungen oder sonstige Privilegien für irgendjemanden. Einzig Kinder sind der Grund für eine Erhöhung der Leistung. Ich glaube, wir hätten dann erheblich weniger Manager, Poltiker und erheblich weniger Arbeitslose. Denn ganz plötzlich würde niemand mehr Überstunden machen und der Arbeitslohn wäre bezahlbar.

Wir sehen ja jetzt gerade das verabschiedete Konjunkturpaket unserer liebreizenden Regierung. Statt direkt Arbeitsplätze zu schaffen und die kleinen und mittleren Betriebe mit der Entlastung bei den Lohnnebenkosten zu stützen, werden Abwrackprämien für Autos geschaffen, die niemandem etwas nützen und Bauten finanziert, die lediglich früher als geplant gebaut werden. Arbeitsplätze sind das, was wir brauchen. Besetzte Arbeitsplätze erzeugen Güter, die verkauft werden können, erzeugen einen Mehrwert. Gehälter führen zu Ausgaben, die wiederum die Wirtschaft ankurbeln. Aber das sind alles Dinge, welche die Basis weiß und von der unsere Politiker weit entfernt sind.

Wer Geld an die richtigen Stellen gibt, bekommt es mit Zinsen zurück. Kein einziger HartzIV-Empfänger wird sein Geld sparen. Es wird unmittelbar zum Überleben ausgegeben. Wer einen Arbeitsplatz erhält, gibt sein Geld ebenfalls aus. Zumal heutzutage ohnehin niemand mehr sparen kann, weil das Leben täglich teurer wird. Selbst wenn jemand sein mageres Geld anlegt, finanziert er damit die Banken, die mit diesem Geld arbeiten.

Warum also werden die bereitgestellten Gelder wieder in Wolkenkuckucksheime gesteckt?

Weil unsere Poltiker den Kopf in den Wolken und den Kontakt zum Boden längst verloren haben. Es wird Zeit für eine Wende!

Geschrieben am 17.01.2009 um 22.50 Uhr von CeKa
in Arbeitslos



Mit Leib und Seele



Eigentlich kann ich doch davon sprechen, mit Leib und Seele im Beruf zu sein, wenn ich in meiner Freizeit meine dienstlichen Visitenkarten verteile und einen Lebenslauf entgegen nehme, oder?

Und ich hätte natürlich dann gern die eventuell arbeitslos werden Kollegen in unserem Betrieb, um sie zu vermitteln. Ich finde, damit merkt man doch, daß ich den Beruf recht gern ausübe, auch wenn es a) nicht leicht ist und b) verdammt schwierig ist, heute noch Menschen zu einem vernünftigen Lohn und gegen die Boykotte und Schikanen der ARGEn in Arbeit zu bringen. Mal abgesehen von den immer wieder auftretenden Blödheiten bei Bewerbungen.

Ich mag diesen Job und ich hoffe, ich kann das bis zur Rente machen. Niemals hätte ich vor dreißig Jahren gedacht, daß ich diesen Satz mal ausspreche. Allerdings hätte ich damals auch nie gedacht, daß es jemals Firmen geben könnte, die der großartigen Bundesanstalt für Arbeit (heute Agentur für Arbeit) die Arbeit erledigen könnten.

Und am Freitag habe ich wieder von ein paar Klopsen der ARGE gehört, die ich wohl mal nächste Woche in die Hand nehmen muß. Da tauchen schon wieder die gleichen Namen auf wie vor einiger Zeit. Sachbearbeiter/innen, die ihren Job nicht so machen, wie es die Geschäftsleitung der ARGE verfügt hat. Offenbar arbeiten diese Menschen lieber in eigener Herrlichkeit in Ewigkeit.

Dafür bin ich da. Diesen Leuten das Handwerk zu zeigen, damit unsere Kunden genau den Job bekommen, den wir ihnen vermitteln. Was die Boykotteure hätten machen sollen. Statt von oben herab "Gibbet et nich" zu tönen.

Hach, ich mag diesen Beruf.

Nachtrag: Manche unter Euch, die schon länger hier lesen und einige dieser "Höhenflüge" in Sachen Arbeit schon mitbekommen haben, werden nun sicherlich hoffen oder denken, daß es mal hoffentlich gut geht. Dieses Mal. Wer mich kennt, der weiß im Grunde, daß ich in jeder Arbeit alles gebe, wenn ich feuer und Flamme bin. Ich bin loyal und mache meine Arbeit auch in schwierigen Situationen. Auch wenn ich oft reingefallen bin und betrogen wurde, so fange ich doch immer wieder etwas Neues an und komme wieder hoch. Das zeichnet meine neue Lebensart seit 2003 aus. Ich versuche eben, jederzeit das Beste draus zu machen und das Beste zu geben. Immer in der Hoffnung, daß es bleibt und entsprechend gelohnt wird.

Geschrieben am 11.01.2009 um 23.01 Uhr von CeKa
in Arbeitslos



Überstanden



Überstanden habe ich die heutige Großveranstaltung. Ohne mich "auf´s Brett zu packen", weil ich die Schuhe mit Ledersohle tragen mußte. Alles ging problemlos von statten und ich werde mich Montag an die Nacharbeit machen, die mir die Kollegen bis dahin noch gelassen haben.

Betroffen gemacht hat mich, daß nur rund 75 Prozent der persönlich eingeladenen Bewerber überhaupt erschienen sind. Brauchen die fern gebliebenen Leute keine Arbeit? Ich verstehe nicht im Geringsten, daß man die Chance auf einen hübsch bezahlten Arbeitsplatz einfach so verstreichen lässt. Und es gab, trotz Hinweis auf ein Bewerbungsgespräch, dennoch Bewerber, die im "Sonntags-Jogginganzug" erschienen sind. Weiß mit goldenen Sternen, sowie passende Kappe dazu. Da fielen die Jeansträgerinnen mit Schlabbershirt und Zottelhaaren fast nicht mehr auf.

Zur Ehrenrettung der meisten Bewerber will ich jedoch sagen, daß sie supergut drauf waren, einen tollen Eindruck hinterlassen haben und sehr interessiert waren. Das war auch die Masse, die mir einfach das Gefühl gegeben hat, die Arbeit lohne sich.

Geschrieben am 09.01.2009 um 21.30 Uhr von CeKa
in Arbeitslos



Powered by Nucleus CMS. Clean Skin by WillyP's Nucleus Skins.