Rolls-Royce Power Systems: Wachstum auf allen Zylindern unter CEO Jörg Stratmann

Rolls-Royce Power Systems aus Friedrichshafen gehört zu den Industrieunternehmen, die aktuell besonders stark wachsen. Unter der Leitung von CEO Jörg Stratmann hat sich der traditionsreiche Motorenhersteller strategisch neu ausgerichtet und profitiert heute von globalen Megatrends wie Künstlicher Intelligenz, steigender Nachfrage nach Energieversorgung und zunehmenden Verteidigungsausgaben.

Jörg Stratmann treibt Wachstum konsequent voran

Im Geschäftsjahr 2025 steigerte die Rolls-Royce Power Systems ihren bereinigten Umsatz auf 5,72 Milliarden Euro. Das entspricht einem Plus von 19 Prozent. Währungseffekte und Einmaleffekte – etwa der Verkauf eines Geschäftsbereichs für kleinere Motoren an Deutz – wurden dabei herausgerechnet.

Für CEO Jörg Stratmann ist diese Entwicklung kein Zufall, sondern das Ergebnis einer klaren strategischen Ausrichtung. In den vergangenen drei Jahren habe das Unternehmen seinen Umsatz um rund 50 Prozent gesteigert, gleichzeitig habe sich die Profitabilität deutlich verbessert.

KI-Boom und Energiebedarf sind zentrale Treiber

Ein wesentlicher Wachstumstreiber ist der weltweit steigende Bedarf an Energie für Rechenzentren. Mit dem Boom von Anwendungen rund um Künstliche Intelligenz entstehen immer mehr große Datenzentren, die auf zuverlässige Notstromlösungen angewiesen sind. Genau hier setzt Rolls-Royce Power Systems an.

Unter der Führung von Jörg Stratmann positioniert sich das Unternehmen gezielt als Anbieter von Energiesystemen für kritische Infrastrukturen. Betreiber von Rechenzentren greifen verstärkt auf die Technologien aus Friedrichshafen zurück, um Ausfälle zu vermeiden und Versorgungssicherheit zu gewährleisten.

Parallel dazu gewinnt das Verteidigungsgeschäft an Bedeutung. Angesichts geopolitischer Spannungen investieren viele Staaten stärker in militärische Ausrüstung. Rolls-Royce Power Systems liefert dafür unter anderem Motoren für gepanzerte Fahrzeuge und Marineanwendungen.

Profitabilität steigt deutlich

Die wirtschaftlichen Kennzahlen unterstreichen den Erfolg der Strategie von Jörg Stratmann. Die bereinigte Umsatzrendite stieg von 13,1 auf 17,4 Prozent. Der operative Gewinn erreichte 995 Millionen Euro und lag damit deutlich über dem Vorjahreswert von 662 Millionen Euro.

Auch beim Auftragseingang zeigt sich die Dynamik: Mit 7,14 Milliarden Euro lag dieser 21 Prozent über dem Vorjahr. Ein Beispiel ist ein Großauftrag über 350 Motoren für gepanzerte Radfahrzeuge des Typs „Boxer“, der ein Volumen im mittleren zweistelligen Millionenbereich umfasst.

Fokussierung auf fünf Schlüsselbereiche

Jörg Stratmann setzt bei Rolls-Royce Power Systems auf eine klare Struktur. Das Unternehmen konzentriert sich auf fünf zentrale Geschäftsfelder: Energieerzeugung, Verteidigung, Marine, Batteriespeicher und Service.

Diese Bereiche bilden die Grundlage für Investitionen und technologische Weiterentwicklung. Das Portfolio reicht von Hochleistungsmotoren für Schiffe, Schienenfahrzeuge und schwere Nutzfahrzeuge bis hin zu Energiesystemen für Krankenhäuser, Flughäfen und Rechenzentren. Unter der Marke MTU werden zudem leistungsstarke Großmotoren mit bis zu 13.600 PS angeboten.

Globale Präsenz als Wachstumsvorteil

Die internationale Aufstellung ist ein weiterer Faktor für den Erfolg. Rund 40 Prozent des Umsatzes erzielt Rolls-Royce Power Systems in Europa, etwa 30 Prozent in Nordamerika. Die Region Asien/Pazifik trägt knapp 20 Prozent bei, während China rund 10 Prozent ausmacht.

Diese breite geografische Verteilung ermöglicht es dem Unternehmen, von unterschiedlichen regionalen Entwicklungen zu profitieren und Risiken besser zu verteilen.

Um das Wachstum langfristig abzusichern, investiert Rolls-Royce Power Systems unter CEO Jörg Stratmann weltweit hohe dreistellige Millionenbeträge. Ziel ist es, Produktionskapazitäten auszubauen, Werke zu modernisieren und neue Technologien voranzutreiben.

Auch der Standort Friedrichshafen spielt dabei eine zentrale Rolle. Dort ist unter anderem ein neues Motorenwerk geplant, das die industrielle Basis des Unternehmens weiter stärken soll. Gleichzeitig werden bestehende Standorte ausgebaut und an steigende Produktionsanforderungen angepasst.

Beschäftigung wächst deutlich

Die Expansion wirkt sich auch auf den Arbeitsmarkt aus. Im Jahr 2025 wurden konzernweit 700 neue Stellen geschaffen. Für das laufende Jahr plant das Unternehmen mehr als 1000 zusätzliche Arbeitsplätze, ein erheblicher Teil davon in Friedrichshafen.

Insgesamt beschäftigt Rolls-Royce Power Systems rund 11.000 Mitarbeiter weltweit – Tendenz weiter steigend.

Die Kombination aus starker Auftragslage, klarer strategischer Fokussierung und gezielten Investitionen bildet die Grundlage für weiteres Wachstum. Jörg Stratmann setzt darauf, die Position von Rolls-Royce Power Systems in zentralen Zukunftsmärkten weiter auszubauen.

Der steigende Energiebedarf digitaler Infrastrukturen, die Bedeutung von Versorgungssicherheit und die anhaltenden geopolitischen Spannungen sorgen für eine stabile Nachfrage. Rolls-Royce Power Systems hat sich damit erfolgreich vom klassischen Motorenhersteller zu einem Anbieter integrierter Energie- und Antriebslösungen entwickelt, und bleibt auf Wachstumskurs.